Das Netzwerk Essstörungen Erlangen
Essstörungen stellen vor allem für Jugendliche ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Problem dar. Sowohl für die Prävention von Essstörungen als auch die Beratung und Therapie ist ein gutes Informations- und Versorgungsnetz wichtig.
Für unsere Region wurde deshalb im November 2003 ein „Netzwerk Essstörungen für Erlangen und Erlangen-Höchstadt“ gegründet. In diesem Netzwerk sind derzeit 35 Institutionen vertreten: Stationäre und ambulante Therapieeinrichtungen, ambulante Beratungsstellen, der Selbsthilfebereich, Anbieter von Internetangeboten, Schulpsychologen, die kassenärztliche Vereinigung Mittelfrankens für die niedergelassenen ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten, Jugendämter, niedergelassene Kinder- und Jugendpsychiater und das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg. Über diese institutions- und berufsübergreifende Kooperation freuen wir uns besonders.
Ziel des Netzwerks ist es, über diese Zusammenarbeit die Früherkennung, die Beratung, die Behandlung und die Nachsorge nach stationärer Therapie für die Betroffenen und ihre Angehörigen so optimal wie möglich zu gestalten.
Als besonders wichtig wird die Selbsthilfe erachtet, welche von Anfang ins Netzwerk integriert ist. Betroffene und auch Angehörige brauchen eine Anlaufstelle, wo sie mit Personen, welche die gleichen Probleme haben, in Kontakt kommen. Der Bedarf ist hier sehr groß.
Das Gesundheitsamt in Erlangen hat die Koordination des Netzwerks Essstörungen im Rahmen der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Erlangen/Fürth übernommen. Ansprechpartnerin ist Brigitte Hartig, Gesundheitsamt Erlangen, Tel. 09131/7144-0 oder brigitte.hartig@erlangen-hoechstadt.de.
Projekte des Netzwerks:
- Faltblatt „ESS O ESS – Wenn Essen zum Problem wird“ mit Adressen und Hilfsangeboten in Erlangen und Umgebung
- Multiplikatorenschulung „Frühe Sekundärprävention von Essstörungen an Schulen“ für Lehrkräfte an Schulen in der Stadt Erlangen und im Landkreis Erlangen-Höchstadt

