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Essen macht satt !?

Essen oder Nicht-Essen hat nicht nur etwas mit Nahrungsaufnahme oder Hungergefühlen und Satt-Sein zu tun. Wir treffen uns zum Essen im Familienkreis, mit Freunden, oder wenn es etwas zu feiern gibt.

Viele Menschen essen aber auch aus Langeweile oder ohne zu wissen warum. Sie essen, wenn es ihnen nicht gut geht oder wenn sie wütend oder traurig sind. Das Essen wird dann ein Ersatz.

Manche Menschen müssen in bestimmten, für sie schwierigen Situationen entweder immer essen, oder aber sie können gar nicht mehr essen. Viele erleben das Essen aus Enttäuschung als persönliches Versagen, was dann zu noch mehr Frust führt.

Streng kontrolliertes Essen und Diäten führen nicht selten zu einer Essstörung. Das Essen oder Nicht-Essen bekommt eine Bedeutung im täglichen Leben, die weit über die Nahrungsaufnahme hinausgeht. Der Genuss beim Essen und am Essen geht verloren, Essen oder Nicht-Essen wird zum Maßstab für das Gefühl der eigenen Wertigkeit und der Selbstzufriedenheit.

Was sind Essstörungen?

Essstörungen sind keine Ernährungsstörungen und haben auch nichts mit Appetitmangel zu tun. Auch ist eine Essstörung nicht alleine am jeweiligen Körpergewicht zu erkennen. Unter-, Normal- oder Übergewicht müssen immer im Zusammenhang mit Gedanken, Gefühlen und Verhalten der Person gesehen werden.

Essstörungen sind ein Ausdruck von Schwierigkeiten und Konflikten mit sich und anderen und der eigenen Identitätssuche. In erster Linie sind Frauen von dieser vielschichtigen sozialen und psychosomatischen Problematik betroffen.

Die Ursachen können vielfältig sein. Neben Aspekten wie Schönheitsideal, Schlankheitswahn, Diäten, Fitnessideologie und geschlechtsspezifischer Sozialisation können schwierige Familien- und Arbeitsverhältnisse und frühe Kindheitserfahrungen Erklärungen sein. Bei der Suche nach einem Weg aus der Essstörung gibt die persönliche Lebensgeschichte mit den eigenen Erfahrungen, Problemen, Konflikten und Verletzungen wichtige Hinweise.

Für Menschen mit einer Essstörung kann es ein weiter Weg sein zu lernen, sich selbst wieder liebevoll anzunehmen. Für sich selbst gut zu sorgen, ist manchmal schwierig und doch bedeutet es einen Schritt aus der Krankheit, der Unterstützung durch Fachleute und Angehörige bedarf.

Mehr zum Thema

BZgA
Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

 

Ausgewählte Fragen und Antworten zum Thema Essstörungen der BZgA als Dokument im pdf-Format zum herunterladen.

 

Hungrig-Online
Kommunikation und Hilfe bei Essstörungen